Alles, was du über Wandgestaltung wissen musst.

Bye, bye schnarchend langweilige Wände.

Styles come and go. Good design is a language, not a style.

Massimo Vignelli

Jeden Tag blickst du auf diese kahle weiße Wand direkt vor deinem Schreibtisch. Sie ist so krass uninspirierend wie XY.

Am Abend dann, kommst du nach Hause. Wirfst dich erschöpft auf’s Sofa, während dich diese komplett statische Wohnwand müde zu zwinkert. Irgendwie hast du dir das alles anders vorgestellt.

Im Schlafzimmer blickst du auf kleine hübsche Bild, dass einsam und verlassen diese riesige weiße Wand schmücken soll. Du denkst dir wieder mal „Aber auf dem Bild bei etsy sah es so gut aus. Warum tut es das bei mir wieder nicht?“

Frustrierst legst du dich schlafen und nimmst dir fest vor, dass du morgen alles ändern wirst – irgendwie.

Inhaltsverzeichnis

Welche Möglichkeiten der Wandgestaltung gibt es?

Lass mir dir helfen, eine bessere Übersicht für deine neue Wandgestaltung zu geben. Eigentlich ist es wirklich nicht so schwer, wenn man nur weiß, was möglich ist und worauf du am besten achtest. Also nur Mut! Du packst das.

Farben

Die schlichteste und einfachste Art, deiner Wand neues Leben einzuhauchen ist, sie einfach farbig zu streichen. Du kannst nur Teile der Wand streichen, runde Formen oder Rechtecke. Mit einem weißen Rahmen oder auch über Eck. Du kannst eine Wand auch nur zur Hälfte streichen, zum Beispiel hinter deinem Bett oder Sofa. 

Vertikalbepflanzung

Ehrlich, als ich davon vor etwa 10-15 Jahren zum ersten Mal gehört habe, war ich schockverliebt. Es gibt Moosbilder oder wirklich speziell konstruierte Elemente, die vollautomatisch bewässert werden. Pflanzen an den Wänden oder eine direkte Vertikalbepflanzung hat eine unglaublich beruhigende, gleichzeitig aber auch inspirierende Wirkung. Hole dir da gerne mal Inspirationen auf Google oder Pinterest. Wichtig bei einer Vertikalbepflanzung ist, dass es eine ruhige Wand ist, die im Alltag nicht ständig berührt wird.

Übersicht Wandgestaltung

  • Farben
  • Vertikalbepflanzung
  • Bilder
  • Verkleidungen
  • Spiegel
  • wallARTs
  • (Foto)Tapeten
  • Wandtattoos
  • Kork- /Holzelemente
  • (Mini-)Regale

Bilder

Man könnte meinen, dass Bilder die einfachste Art der Wandgestaltung ist. Das möchte ich aber gar nicht so unterschreiben. Die Herausforderung liegt in vielen Details.

Zum Beispiel in der Kombination in einer Gruppierung, die Abstände zu einander, Aufhänghöhe, -Position, Größe oder Motive. Deswegen sehen Bilder auf den Fotos oft auch viel besser aus, als an der eigenen Wand. Dort wurde gut durchdacht, wie sie angeordnet und kombiniert werden.

Verkleidungen

Vielleicht hast du es schon öfters auf Insta oder Pinterest gesehen – die DIY-Anleitungen für eine farbige Fake-Verkleidung. Dabei werden diverse Leisten an die Wand geklebt oder genagelt um sie anschließend komplett Farbig zu bemalen. Das ist eine schöne Möglichkeit, deine Wand farbig interessant zu gestalten. Sowas macht sich auch gut in langen Fluren oder als Hintergrund für ein Garderobe.

Darüber hinaus hast du natürlich auch noch die Option, dein Wand mit Echtholzpanelen zu verkleiden. Dies ist die kostspielige Variante, macht aber sehr viel her und wirkt besonders stimmungsvoll. Eine Holzvertäfelung (geschickt und stilvoll eingesetzt) wertet deinen Raum auf und sorgt für ein gutes Raumklima. (Hallo biophilc design 👋🏼)

Spiegel

Spiegel an der Wand machen den Raum optisch größer. Außerdem wirkt er spannend auf dein Auge, da sich je nach Blickwinkel das „Bild“ darin ändert. Du kannst dich dabei für einen großen, aber auch für mehrere kleine Spiegel in einer Gruppierung entscheiden.

wallARTs

Tja, was soll ich dir sagen. Ich liebe wallARTs. Einfach weil sie ein ganz anderes Gefühl vermitteln, als ein Bild oder eine Tapete. (Und weil ich sie unglaublich gerne male. ;)) Ähnlich wie ein großes Originalbild an der Wand, bist du auch mit einer Wandbemalung viel mehr mit dem Künstler verbunden. Es wirkt alles viel näher, gerade auch, weil das Kunstwerk in deinen 4 Wänden entstanden ist. Du konntest zusehen und beim Prozess dabei sein.

Besonders eine natürliche biophile Wandmalerei wirkt sehr belebend, inspirierend und gleichzeitig auch beruhigend auf dich. Eine wallART strahlt viel mehr Entschlossenheit aus, als die meisten anderen Wandgestaltungen. Durch die Handarbeit sind die Striche + Kanten nicht so scharf, wie bei einem Wandtattoo zum Beispiel. Sie wirken deutlich natürlicher und organischer.

(Foto)Tapeten

Fototapeten sind eine tolle und etwas günstigere Art, einen Raum wieder mehr Natur zurück zu geben. Sie sollten allerdings gut durchdacht und selektiv eingesetzt werden, damit sie dich nicht erschlagen. Einen Raum komplett mit einer Waldtapete zu tapezieren, macht ihn erstens sehr dunkel und zweitens auch sehr klein. Auch bei der Wahl des Motivs solltest du gut durchdenken, wie gut es zum Rest deiner Einrichtung passt. Sonst wirkt es schnell künstlich, deplatziert und unruhig.

Die besondere Schwierigkeit bei (Foto)Tapeten ist die nahtlose Verklebung. Der Rapport muss passen, damit sich das Ergebnis natürlich anfühlt. Außerdem ist darauf zu achten, dass der Kleister nicht auf die Vorderseite kommt. Was bei Fließ- oder Rauhfasertapeten kaum ein Problem ist, kann hier zu einem unschönen Ergebnis führen.

Kork-/Holzelemente

Schöne Elemente aus Holz oder Kork können eine Wand auflockern. Sie lassen sich gut mit anderen Wandgestaltungen kombinieren. Mit Bildern und Spiegeln zum Beispiel. In einer kleinen Gruppe angeordnet geben sie ein schönes harmonisches Bild.

Wandtattoos

Ehrlich gesagt liste ich sie hier nur zur Vollständigkeit mit auf. Ich kein absolut kein Fan von Wandtattoos. Sie sind mir zu statisch und technisch. Sie spiegeln wenig Individualität wieder. Das einzig positive, was ich anmerken kann, ist die relativ einfache Montage. Sorry! Bei Wandtattoos bin ich einfach raus. 🙈 Für ein Statement an der Wand, kannst du dich übrigens auch für ein Print mit einer schönen Typografie entscheiden. 😉

(Mini-)Regale

Vor lauter Deko und Gestaltung dürfen wir aber nicht die Funktion vergessen. Denke immer auch daran, dass du eine Ablage oder Stauraum brauchst. Für Pflanzen, Fernbedienungen, Bücher, Brille, etc.

Du kannst kleine Miniregale zum Beispiel super in einer Gruppierung von Bildern und Spiegeln integrieren. Oder ein größeres Regal bildet das Zentrum deiner Wand und die gestaltest weiter Elemente außen herum. Behalte wie gesagt immer auch dein Ziel im Auge. Das gilt sowohl für die Wandgestaltung, als auch für die komplette Innenarchitektur.

Fortsetzung folgt…

Möchtest du wissen, wie + wann es weiter geht?

©jotty | judith rasp | 2018-2022